Wenn Sie an einer Erkrankung leiden, bei der Sie eine immunsuppressive Therapie durchführen müssen:

 

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, ob das Risiko einer immunsuppressiven Behandlung bei chronischen entzündlichen Darmerkrankungen( M. Crohn, Colitis ulcerosa) oder bei Lebererkrankungen mit immunsuppressiver Therapie derzeit durch die Corona-Pandemie erhöht ist.

 

Hierzu gibt es eine aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten ( DGVSI) zu der Frage, ob  die Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten, also auch Prednisolon, Azathioprin oder den Biologika wie Adalimumab, Ustekinumab, Golimumab, Infliximab usw., während der Pandemie mit SARS CoV-2 weitergeführt werden soll( Webseitenausschnitt) :

 

Patienten mit immunsuppressiver Therapie

 

Derzeit liegen keine Hinweise dafür vor, dass eine Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten das Risiko einer SARS-CoV-2 Infektion relevant erhöht. Patienten mit gastroenterologischen Krankheiten, die eine immunsuppressive Therapie erhalten, sollten daher die Medikamente in der verordneten Art und Dosierung weiter einnehmen, da ein Aufflammen der Erkrankung das größere Risiko darstellt.

 

Die European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) stellt auf ihrer Webseite wöchentlich aktualisierte Informationen zum Umgang mit COVID-19 in Bezug auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zusammen.

 

Quelle: dgvs.de, Stand 19.3.2020

 

Es gibt also nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Grund dafür, eine laufende Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten wegen der Corona- Pandemie abzubrechen. Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Bleiben Sie gesund und beachten Sie auch weiterhin die Schutzmassnahmen, wie sie derzeit vom Robert-Koch-Institut empfohlen werden.